Infos zur neuen CD von 2010


THE VELVET BOBS

HIDDEN SONGS

J.R. MUSIC / VÖ: Januar 2010 / CD-TAUFE: 27.2.10, Temple Of Music, Kreuzlingen

DIE CD: Die Konstanzer Band The Velvet Bobs legt mit „Hidden Songs” ihre erste Longplayer-CD vor.

„Hidden Songs“ umfasst zwölf Eigenkompositionen (sowie „natürlich“ einen echten „hidden song“ am Ende). Die Stücke entstanden über einen längeren Zeitraum und sind deshalb stilistisch recht unterschiedlich.

Die älteste Nummer ist „Too Much Fire“ aus dem Jahr 1984, die jedoch später überarbeitet wurde; die neuesten Songs sind „Mean Jane“, „You Can’t Hide These Songs“ und „Tell Me“, die 2008 komponiert wurden.

Elemente von New Wave, Pop, Rock, Latin, Folk und Country finden sich in den Stücken, was durchaus der Besetzung der Band entspricht. Denn wenn auch die meisten Songs von Sqew Fuin und zwei von Joe Rodius sind, so bieten die unterschiedlichen Musikerbiografien der vier Bandmitglieder doch die Basis für ein stilistisch reiches Spektrum.

Los geht’s mit dem überaus poppigen „Refrigerator“, danach gibt’s Brit-Pop mit „Darling“, klassischen Rock mit „Back To You“, die hymnische Ode „The Long Goodbye“, den schwerblütigen Rocker „Thunder Of My Heart“ und schließlich den folkigen Titelsong zum Mitgrölen.

DIE PRODUKTION: Hier wählte man ein eher ungewöhnliches Verfahren. Aus Kostengründen wurde auf langwierige Studioaufnahmen verzichtet. Stattdessen produzierte Joe Rodius über einen längeren Zeitraum die Musiktracks in seinem eigenen Home-Studio, zu denen dann Sqew Fuin und er selbst die Gesangsspuren aufnahmen. Fuin spielte zudem bei seinen Solonummern die akustische Gitarre.

Bei einigen Stücken stellte Gerhard Kranz, ein Freund von Rodius, sein Equipment dankenswerterweise zur Verfügung. Produzent Joe Rodius ist gebürtiger Berliner, spielte schon in diversen Combos, so auch früher unter anderem bei der Klaus-Lage-Band, und wirkte bei mehreren Plattenproduktionen mit – wie etwa für Frank Zander.

Die Songs klingen auf der CD teilweise recht anders als live. Er habe die Charakteristik der Stücke herausarbeiten wollen, erklärt Joe Rodius. Sqew Fuin meint ohnehin, gute Songs sind unabhängig von der Interpretation. Solche Stücke können bestehen, egal ob sie solo, mit Band oder Orchester gespielt werden. Das beste Beispiel hierfür liefert sein großes Vorbild Bob Dylan, bei dem praktisch keine Liveaufnahme so klingt wie das Original aus dem Studio.

CD-Kritik im Südkurier Konstanz HIER

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